1.1. 

Verschmutzungsfaktor Munition

Die Ostsee gilt als eines der am schwersten radioaktiv verseuchten Meere der Welt. Die Gründe ist der Super-Gau im ukrainischen Atomkraftwerk Tschernobyl.Darüber hinaus lässt sich in der Ostsee immer noch der „Fallout“ der oberirdischen Atomwaffentests der 50er und 60er Jahre nachweisen. Zudem gibt es rund um die Ostsee eine Vielzahl von Atomanlagen, aus denen ebenfalls verseuchte Zuflüsse ins Meer gelangen. Der Wasseraustausch der Ostsee dauert ca. 30 Jahre, was dazu führt, dass die radioaktiven Schadstoffen nicht abgebaut werden können.

Zu dem kommt, dass Chemische Kampfstoffe aus deutschen Wehrmachtsbeständen von den Siegermächten nach dem Zweiten Weltkrieg versenkt worden sind und nun aus den rostenden Behältnissen auszutreten drohen.

Auch unbekannte Mengen radioaktiver Abfälle sollen von der ehem. Sowjetunion versenkt worden sein, darunter mindestens 15 Reaktoren von Atom-U-Booten. Sie sollen nach Informationen des schwedischen Ex-Geheimdienstlers Donald Forsberg zwischen 1990 und 1992 vor der Küste der schwedischen Urlaubsinsel Gotland verklappt worden sein und von der Marinebasis Karosta im lettischen Liepaja stammen. Die russische Marine dementierte den Bericht.

Ihr sozialdemokratischer Kabinettskollege Björn von Sydow habe es für zu teuer und zu gefährlich gehalten, ohne genaue Kenntnis der Verklappungsorte nach dem Atommüll zu suchen.

 

Des Weiteren droht Gefahr durch einen nur durch einen Erdwall von der Ostsee getrennten See in Estland. Laut der schwedischen Strahlenschutzbehörde liegen dort 1.000 t Uran , 500 t Thorium und 300 Mrd Becquerel Radium , die aus dem Uranabbau für die Atomwaffenproduktion von 1948 bis 1989 stammen und bereits begonnen haben, die Ostsee zu verseuchen